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Musikerziehung für Fortgeschrittene

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Archive for the ‘Scheiben’ Category

Stars and Vibes

Mit ihrem neuen Album 24/7 schicken Die Sterne den Diskursrock in die Disco.

Es liegt nicht an einem Ansturm von Nostalgie, dass hier in letzter Zeit so häufig von der Hamburger Schule die Rede ist. Vielmehr liegt es daran, dass nach den Herren Regener, Distelmeyer und von Lowtzow nun auch Frank Spilker und seine Sterne der geneigten Hörerschaft einen neunen Tonträger präsentieren. Während die ersten beiden Herrschaften ihr Werk konsequent fortgesetzt haben und sich Tocotronic weiterhin auf jeder Platte selbst  neu erfindet aber dabei nie so richtig zu sich selbst finden (außer live), schlüpfen die Sterne „in ein neues Gewand“ wie es Spilker selbst nennt. Und: Es ist ein Discoanzug, der sitzt wie angegossen – es ist eine wahre Freude.

Discoanzug. Modell: Frank Spilker. Auch in martimem Hanseblau erhältlich. (Quelle: flickr.com)

Discoanzug. Modell: Frank Spilker. Auch in martimem Hanseblau erhältlich. (Quelle: flickr.com)

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Parolen für Erwachsene

Jeder spätere Kontakt mit einer verflossenen Liebschaft ist irgendwie seltsam. Mal wundert man sich über die Distanziertheit, die über die Jahre entstanden ist, mal wird man sentimental und schwelgt in Erinnerungen, mal überkommt einen Ekel und man fragt sich wie man nur konnte und manchmal aber nur sehr selten wünscht man sich in diese Zeit zurück. Meine musikalische Jugendliebe war Tocotronic. Zur Klärung der Epoche: Meine adoleszente Zuneigung erstreckte sich von Digital ist besser bis K.O.O.K.. Als ich 2002 nach dem erscheinen des sechsten Albums endlich Gelegenheit hatte sie live zu sehen, hatten wir uns längst auseinandergelebt. Die Liebschaft nahm ein jähes Ende: Noch bevor die Vorband von der Bühne ging musste ich kotzen – und das nicht im übertragenen, sondern im wörtlichen Sinn. Wir hatten uns nichts mehr zu sagen. Auch wenn ich ab und wann was zu Ohren bekam, mal recht mal schlecht, war eigentlich Sendepause zwischen uns.

„Schall und Wahn“. Stillleben nach Tocotronic. Hamburg um die Jahrzehntenwende des dritten Jahrtausends. Vertigo Berlin. (Quelle: Amazon.de)

„Schall und Wahn“. Stillleben nach Tocotronic. Hamburg um die Jahrzehntenwende des dritten Jahrtausends. Vertigo Berlin. (Quelle: Amazon.de)

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AAA made in Austria

Österreich ist ganz allgemein eine sehr karge Landschaft, was das Erblühen musikalischer Erscheinungen betrifft. Aber was dann das Segment der Solo-Künstlerinnen angeht, so scheint das Land der großen Söhne (und Töchter) so etwas wie die Sahelzone des Frauenpops zu sein. Freilich mit einer Ausnahme: Christina Stürmer ist was internationale Aufmerksamkeit und kommerziellen Erfolg betrifft einer der bisher erfolgreichsten Popexporte des Landes im neuen Jahrtausend.

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Von links: Anja Plaschg, Anna F., Anna Kohlweis. Quelle: Wikimedia (2), flickr.

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