tonszene

Musikerziehung für Fortgeschrittene

Flower

Jazz, Wiener Lied und Riot Grrrl

Ein Jahr, 12 Monate, 365 Tage: 60 Songs aus 2009 die man auch ins neue Jahr und die darauffolgenden mitnehmen sollte. Spät aber doch noch das vorletzte Kapitel. Teil 5/6


Nino aus Wien – Du Oasch
Die einen vergleichen ihn mit Ambros (wegen diesem Song) die anderen mit dem jungen Andre Heller. Fakt ist, es gibt wieder mal einen jungen Wiener Rotzlöffel, der sich nix scheißt, Jandl und Altenberg verehrt und ein Händchen für Melodien hat.


The Rakes – The Light From Your Mac
Zuerst im Mauerfallgedenkjahr ein Album in Berlin aufnehmen und es Klang betiteln, mit so tollen Songs wie diesem bestücken und dann im selben Jahr unter fadenscheinigen Gründen die Band auflösen ist echt Lulu.

Acoustic Ladyland – Living With The Tiger
Leider ist der Track nicht zur Gänze frei verfügbar. Zwar gibt es die Nummer in diesem Video in voller Länge (nach Bandvorstellung und Danksagung), dort leidet aber der Sound. Dafür zeigen diese bewegten Bilder das, was diese Gruppe ausmacht: Eine Jazzcombo, die sich wie eine Rockband geriert. Ein mitreißendes Stück Musik.


Camera Obscura – French Navy
Schon in den 90ern als es von der Insel den Britpop ans Festland schwemmte waren diese Scotsmen und natürlich Scotswomen eine Art Geheimtipp. My Maudlin Career, das mittlerweile vierte Studioalbum wurden von den Kritikern gefeiert. Nicht zuletzt wegen Songs wie diesem, auf dem auch eindeutig die Mitwirkung von Björn aus Peter, Bjorn und John zu hören ist.


Luise Pop – Feminist Terrorists
Und schon wieder Musik aus Wien. Riot Grrrl mit elektronischer Unterstützung. Gerade der amateurhafte Sound macht den Charme aus.


Django Django – Storm
Schema F: Jungs lernen sich auf der Kunsthochschule kennen, gründen eine Band und ziehen nach East London. Ihre Musik nimmt Anleihen an den Kinks und deren Nachfolgern, ohne dabei rückwärtsgewandt zu sein. Der Guardian nennt das „Psychedelic art pop at its brilliant best“.


Phenomenal Handclap Band – 15 To 20
The new Psychodelic Funk All-Star band from New York City! Including members from John Spencer Blues Explosion, Amy Winehouse´s band and TV On The Radio. Das sagt der Sticker den die findige Plattenfirma auf dem Cover angebracht hat. Wie kann man da noch wiederstehen?


Ian Brown – Stellify
Die angekündigte Stone Roses Reunion hat nicht stattgefunden. Dafür hat der frühere Frontman, der nun auch schon Ende 40 ist, ein Solo vorgelegt auf dem er allen Tugenden des britischen Pop huldigt.


Ida Maria – Oh My God
Eigentlich ein Stück aus 2008 aber bis sich ein Song aus Norwegen bis zu uns rumspricht steht viel Wasser das Fjord hinunter (?). Dafür hat er sich 2009 bis nach Kalifornien durchgesetzt, wo ein gewisser Iggy Pop auf die Nummer angesprungen ist und mit diesem Feature dem ganzen gleich noch mehr Rückenwind gegeben hat.


The Rumble Strips – Not The Only Person
Die Band ist sicher nicht schlecht, doch was ihren Sound von den anderen Indiecombos aus England unterscheidet ist Mark Ronson. Das Genie saß im Studio an den Reglern als die Jungs ihr Debüt in New York einspielten. Und dieser Western-Sound steht den Briten ganz hervorragend.

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

One Response to “Jazz, Wiener Lied und Riot Grrrl”

  1. May 16th, 2010 at 11:26 am

    tonszene » Blog Archive » Austropopfest says:

    [...] Popfest. Der unerwartete Höhepunkt in Sachen Charme und Klasse folgte dann aber am Samstag: Der Nino aus Wien, derzeit als größter Hoffnungsträger des nicht mehr wirklich definierbaren [...]

Leave a Reply