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Musikerziehung für Fortgeschrittene

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Posts Tagged ‘Kate Nash’

Oslo und alles wird gut

Ausgerechnet die deutsche Songcontest-Vorentscheidung macht erstmals das TV-Format Casting Show erträglich

Eine der größten popkulturellen Seuchen die uns das jüngst abgelaufene Jahrzehnt gebracht hat, sind ohne Zweifel Casting Shows. Vermeintliche Nachsingwettbewerbe in denen es oft mehr um die Mama im Knast, die Versöhnung mit dem verlorenen Vater oder ganz plötzlich kurz vor oder während der Show verstorbene Familienangehörige geht, zu denen im Zweifel auch Goldfische und Zwerghamster zählen dürfen. Vorhersehbare, durchfrisierte und künstlich aufgebauschte Pseudeereignisse die ein Massenpublikum ansprechen und Hitparadeneintagsfliegen produzieren. Ausgerechnet Stefan Raab – der sich sonst mit selbst erfundenen C-Promis in dadaistischen Wettbewerben misst – hat dieses Format nun für und Hipsters erträglich gemacht. Und noch dazu vor dem Hintergrund des mehr als toten Eurovision Songcontests. Es ist alleinig der Verdienst der Kandidaten, allen voran einer rotzfrechen 18jährigen Hannoveranerin: Lena Meyer-Landrut.

Lena Meyer-Landrut: Ein entzückendes und verrücktes Huhn

Lena Meyer-Landrut: Ein entzückendes und verrücktes Huhn

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Adam und Eva

Über Rollenverteilungen in der Musik anhand des aktuellen Beispiels She Keeps Bees

Rock ´n´Roll ist ein Patriarchat. Runter vom Baum, ein bisschen jagen, ein wenig sammeln und ein paar Evolutionssprünge später formt das männliche Rudel eine Band. Zutaten: Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang und reichlich Testosteron. Zwischendurch mal gibt es auch Damen die mit ihren Kaffeekränzchen musizieren dürfen (Bikini Kill, Le Tigre, Chicks on Speed, Pony Up, ua.), oder welche die es gar alleine wagen (Marianne Faithful, Feist, Catpower, Kate Nash). Ja sogar Bands mit Fronfrauen soll es geben (Blondie, Siouxie and the Banshees, Hole, Yeah Yeah Yeahs, Mia) Doch die wohl außergewöhnlichste Geschlechterformation ist das Genre Rock-Pärchen.

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Das war 2008

Mehr als ein Jahresrückblick:  Ein Beweis dafür, dass Musik nie ein Zufall ist.

Das internationale Jahr der Kartoffel (dt. für Erdapfel), beginnt rustikal zünftig. Kärnten schiebt 18 gewaltbereite tschetschenische Asylwerber ins vermeintliche Ursprungsland Niederösterreich ab, die Chef-Theologin der FPÖ, Susanne Winter, erklärt worauf Mohammed wirklich steht und in Schönbrunn wird die Niederkunft des Pandababys Fu Long gefeiert.

Ähnlich exotisch beginnt das Musikjahr. Vier New Yorker Studenten prägen den Begriff „Soweto Punk“ und liefern gleich zu Beginn eines der spektakulärsten Alben des Jahres. A Punk (1) Vampire Weekend. Außerdem umarmt auch gleich der Kanzler das neue Jahr und beschenkt sich und seine Familie im Privaturlaub mit einem Gratis-Upgrade. Die Söhne und Töchter aus Glasgow schenken uns This Gift (2) Sons and Daughters. (more…)